BEGIN:VCALENDAR
VERSION:2.0
PRODID:-//Munich Research Centre - ECPv6.17.5//NONSGML v1.0//EN
CALSCALE:GREGORIAN
METHOD:PUBLISH
X-WR-CALNAME:Munich Research Centre
X-ORIGINAL-URL:https://www.jewisharabiccultures.fak12.uni-muenchen.de
X-WR-CALDESC:Events for Munich Research Centre
REFRESH-INTERVAL;VALUE=DURATION:PT1H
X-Robots-Tag:noindex
X-PUBLISHED-TTL:PT1H
BEGIN:VTIMEZONE
TZID:Europe/Berlin
BEGIN:DAYLIGHT
TZOFFSETFROM:+0100
TZOFFSETTO:+0200
TZNAME:CEST
DTSTART:20250330T010000
END:DAYLIGHT
BEGIN:STANDARD
TZOFFSETFROM:+0200
TZOFFSETTO:+0100
TZNAME:CET
DTSTART:20251026T010000
END:STANDARD
BEGIN:DAYLIGHT
TZOFFSETFROM:+0100
TZOFFSETTO:+0200
TZNAME:CEST
DTSTART:20260329T010000
END:DAYLIGHT
BEGIN:STANDARD
TZOFFSETFROM:+0200
TZOFFSETTO:+0100
TZNAME:CET
DTSTART:20261025T010000
END:STANDARD
BEGIN:DAYLIGHT
TZOFFSETFROM:+0100
TZOFFSETTO:+0200
TZNAME:CEST
DTSTART:20270328T010000
END:DAYLIGHT
BEGIN:STANDARD
TZOFFSETFROM:+0200
TZOFFSETTO:+0100
TZNAME:CET
DTSTART:20271031T010000
END:STANDARD
END:VTIMEZONE
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20260709T180000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20260709T200000
DTSTAMP:20260720T225938Z
CREATED:20260305T132015Z
LAST-MODIFIED:20260720T225938Z
UID:13848-1783620000-1783627200@www.jewisharabiccultures.fak12.uni-muenchen.de
SUMMARY:Gershom Scholem Lecture 2026: "Visualisierungen des Göttlichen". Ein Festvortrag von Prof. Dr. Katrin Kogman-Appel (Universität Münster)
DESCRIPTION:Die jüdische Kunst kennt keine anthropomorphe Gottesdarstellung\, also keine Darstellung Gottes in menschlicher Gestalt. Wie der jüdische Gelehrte Maimonides im 12. Jahrhundert klar formulierte\, gilt bereits die Vorstellung eines anthropomorphen Gottes als schwere Sünde. Vor dem Hintergrund seiner streng rationalistischen Weltanschauung konnte sich Maimonides nicht vorstellen\, dass jüdische Gelehrte jemals in solchen anthropomorphen Kategorien über Gott denken würden. Die jüngere Forschung hat jedoch wiederholt gezeigt\, dass sich auch in rabbinischen Texten durchaus Ansätze von Anthropomorphismus finden lassen. In der jüdischen Mystik des Mittelalters wird schließlich häufig mit anthropomorphen Vorstellungen gearbeitet\, wenn es um Beschreibungen des Göttlichen geht. \nDer Vortrag widmet sich der Frage\, wie sich diese unterschiedlichen Diskurse auf die Darstellung des Göttlichen in der jüdischen bildenden Kunst ausgewirkt haben. Zunächst wird erläutert\, wie das biblische Bilderverbot zu verstehen ist und wie es in der mittelalterlichen Exegese interpretiert wurde. Demnach kann das Göttliche selbst nicht visualisiert werden. Göttliches Eingreifen hingegen wurde in künstlerischen Darstellungen immer wieder anschaulich gemacht: von der besonders in der spätantiken jüdischen Kunst häufig gezeigten Hand Gottes über göttliche Lichtstrahlen\, die das Schöpfungswerk bewirken\, bis hin zu Umschreibungen des Gottesnamens\, die in künstlerische Kompositionen integriert wurden. Auch die im Hohelied allegorisch beschriebene göttliche Liebe fand bildliche Ausdrucksformen. Anhand ausgewählter Beispiele werden diese Konzepte vorgestellt und in ihrem jeweiligen historischen und theologischen Kontext analysiert. \nDie Vortragsreihe erinnert an Gershom Scholem\, der in der Geschichte der Judaistik in München eine herausragende Rolle spielt. Er wurde 1922 an der LMU promoviert. Nach seiner Emigration nach Palästina wurde er Professor an der Hebräischen Universität in Jerusalem sowie Präsident der Israelischen Akademie der Wissenschaften. Scholem gilt als Wiederentdecker der Kabbala und führte die akademische Erforschung der jüdischen Mystik in die moderne Wissenschaft ein. Mit seinen zahlreichen Veröffentlichungen zu diesem Thema gilt er heute als einer der bedeutendsten Judaisten deutsch-jüdischer Herkunft. \nDie Veranstaltung soll die Münchener Judaistik einem allgemeinen Publikum zugänglich machen und an deren bedeutende Geschichte mit einem Festvortrag erinnern. \n  \nProgramm\nBegrüßung\nProf. Dr. Carola Metzner-Nebelsick\nVizepräsidentin für Geistes- und Kulturwissenschaften der Ludwig-Maximilians-Universität\, München \nEinführung\nProf. Dr. Ronny Vollandt\nProfessor für Judaistik\, Ludwig-Maximilians-Universität\, München \nVerleihung Steinschneider-Preis 2026 \nFestvortrag\nProf. Dr. Katrin Kogman-Appel\nProfessorin für Jüdische Studien\, Universität Münster \n  \nIm Anschluss an den Festvortrag lädt die Abteilung für Judaistik zu einem Empfang ein. \nUm Anmeldung wird gebeten bis 02.07.2026 an jac@culture.lmu.de \n  \n 
URL:https://www.jewisharabiccultures.fak12.uni-muenchen.de/calendar/gershom-scholem-lecture-2026-visualisierungen-des-gottlichen-ein-festvortrag-von-prof-dr-katrin-kogman-appel-universitat-munster/
LOCATION:Historisches Kolleg\, Kaulbachstraße 15\, Munich\, Bavaria\, 80539\, Germany
CATEGORIES:Scholem Lecture
ATTACH;FMTTYPE=image/webp:https://www.jewisharabiccultures.fak12.uni-muenchen.de/wp-content/uploads/2026/03/Kogman.webp
END:VEVENT
END:VCALENDAR