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SUMMARY:Vortrag von Dr. Diana Matut (Alte Synagoge - Haus der jüdischen Kultur in Essen): "Her:Voice. Die vernakularen Liedkulturen jüdischer Frauen"
DESCRIPTION:Säkulare jüdische Frauen und Anhängerinnen der Reformbewegungen haben die Freiheit\, sich in jeder Form von Musik auszudrücken. Diese Freiheit ist jedoch ein relativ neues Phänomen. Historisch sowie im gegenwärtigen orthodoxen bzw. haredischen Kontext kann Singen ein höchst transgressiver und provokativer Akt sein\, der von vielen Faktoren abhängt. \nDieser Vortrag möchte die Her:Story singender jüdischer Frauen herausarbeiten\, wobei besonders der vernakulare Gesang im Vordergrund steht. Er wird der Frage nachgehen\, wie unterschiedliche halachische Interpretationen und diverse sozio-historische Kontexte sehr unterschiedliche Umgebungen für die musikalischen Praktiken und Möglichkeiten jüdischer Frauen schufen\, die bis ins 21. Jahrhundert hinein resonieren. \nDer Vortrag möchte jüdische Frauen als Innovatorinnen darstellen\, als diejenigen\, die in liminalen Momenten der Lebenszyklen musikalische Schlüsselfunktionen innehatten und -haben\, aber auch als Menschen\, die durch wechselnde halachische Interpretationen und männliche professionelle Konkurrenz historisch in der Ausübung ihrer Kunst stark herausgefordert wurden. Nicht zuletzt stellt dieser Vortrag Gesangspraktiken vor\, die orthodoxe und haredische Jüdinnen heute erneut für sich reklamieren. \nDiana Matut ist Research Fellow in der Abteilung für Judaistik der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU). Sie ist Leiterin der Alten Synagoge – Haus der jüdischen Kultur in Essen und unterrichtet regelmäßig jüdische Musik (und Altjiddisch) am Oxford Centre for Hebrew and Jewish Studies\, für das Aleph Cantorial Program und die Other Music Academy – Yiddish Summer Weimar.\nSie ist Judaistin\, Jiddistin (mit fortgeschrittenen Kenntnissen zu semitischen Sprachen) und Musikerin. Ihr besonderes Interesse gilt der Geschichte der jiddischen Musik und Literatur\, Fragen zu Gender und Aufführungspraxis\, sowie den Verbindungen zwischen jüdischen und nicht-jüdischen Musiken\, Musikern und Musikproduktionen. \n  \nDatum: Mittwoch\, 9. April 2025\nZeit: 18:00 c. t.\nOrt: Hauptgebäude\, Geschwister-Scholl-Platz 1\, 80539 München\nRaum: A015
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